Kurz und knapp

  • Viele moderne Hörgeräte sind für gesetzlich Versicherte bereits ab etwa 10 Euro Eigenanteil pro Gerät erhältlich, wenn eine ärztlich festgestellte Schwerhörigkeit vorliegt.
  • Auch zuzahlungsfreie Kassengeräte bieten heute moderne Technik mit guter Sprachverständlichkeit, mehreren Hörprogrammen und automatischer Geräuschunterdrückung.
  • Wer zusätzlichen Komfort oder smarte Funktionen möchte, etwa Bluetooth, Akku-Technik oder besseres Hören in lauter Umgebung, muss mit höheren privaten Kosten rechnen.
  • Für Rentner lohnt es sich, verschiedene Hörgeräte im Alltag ausführlich zu testen, da oft schon ein Basismodell vollkommen ausreicht.

Was kostet ein modernes Hörgerät für Senioren?

Was kostet ein Hörgerät für Rentner

Die gute Nachricht vorweg: Ein gutes Hörgerät gibt es für Rentner, und alle anderen gesetzlich Versicherten, im Grunde schon ab 10 Euro Eigenanteil pro Gerät.

Die EuroTrak Hörstudie 2025 zeigt, dass nur 37 % der unversorgten Hörgeminderten wissen, dass die Krankenversicherung die Kosten für Hörgeräte zumindest teilweise übernimmt.

Wie hoch die tatsächlichen Kosten für ein Hörgerät ausfallen, hängt vor allem von Ihren persönlichen Wünschen an Komfort, Technik und Zusatzfunktionen ab. Ob Sie bereits im Ruhestand sind oder noch berufstätig, spielt bei der gesetzlichen Krankenkasse übrigens keine Rolle. Entscheidend ist allein die medizinische Notwendigkeit.

Viele Rentner entscheiden sich zunächst für eine zuzahlungsfreie Basisversorgung. Moderne Hörgeräte in dieser Kategorie ermöglichen bereits ein gutes Sprachverstehen im Alltag. Wer zusätzlichen Komfort möchte, etwa besseres Hören in Restaurants, eine Verbindung zum Smartphone oder besonders kleine Bauformen, kann sich auch für höherwertige Technik entscheiden. Dadurch steigen die Kosten entsprechend an.

Das „Kassengerät“ zum Nulltarif: Die Basisausstattung

Preise von Hörgeräten, Beratung in Dortmund Bild Copyright: Dmytro Zinkevych / kostimedia / shutterstock.com

Wenn ein HNO-Arzt eine Schwerhörigkeit feststellt und ein Rezept ausstellt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen festen Zuschuss für das Hörgerät. Dieser sogenannte Festbetrag liegt aktuell bei etwa 680 bis 740 Euro pro Ohr und wird in der Regel direkt zwischen Hörakustiker und Krankenkasse abgerechnet.

Für Rentner bedeutet das:

Der Hörakustiker muss Ihnen mindestens ein Hörgerät anbieten, das vollständig durch diesen Zuschuss abgedeckt ist. Dadurch entstehen oft nur sehr geringe Kosten.

Ihre Eigenbeteiligung beträgt bei einem zuzahlungsfreien Modell lediglich die gesetzliche Rezeptgebühr von 10 Euro pro Hörgerät. Bei einer Versorgung für beide Ohren fallen also insgesamt 20 Euro an. Wenn Sie von der gesetzlichen Zuzahlung befreit sind, entstehen Ihnen sogar gar keine Kosten.

Auch diese sogenannten Kassengeräte bieten heute moderne, volldigitale Technik. Sie verfügen bereits über mehrere Hörkanäle, unterschiedliche Hörprogramme sowie automatische Funktionen zur Unterdrückung von Pfeiftönen, sogenannten Rückkopplungen, und störenden Hintergrundgeräuschen.

Viele Rentner sind überrascht, wie leistungsfähig ein modernes Hörgerät bereits in der Basisausstattung ist. Bei Hörsysteme Schüren zeigen wir Ihnen gerne, welche Möglichkeiten Sie ohne hohe zusätzliche Kosten erhalten können.

Premiumklassen: Mehr Ausstattung und smartere Funktionen

Schwerhörigkeit Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Sie sich bei Ihrem Hörgerät mehr Komfort oder zusätzliche technische Funktionen wünschen, die über die medizinische Grundversorgung hinausgehen, entsteht ein privater Eigenanteil. Der Zuschuss der Krankenkasse wird dabei selbstverständlich weiterhin angerechnet, Sie zahlen also nur die Differenz.

Viele Rentner entscheiden sich bewusst für eine höherwertige Ausstattung, weil moderne Premiumsysteme das Hören in anspruchsvollen Alltagssituationen deutlich angenehmer machen können. Dazu gehören zum Beispiel Gespräche in größeren Gruppen, Restaurantbesuche oder das Fernsehen.

Je nach Technikstufe unterscheiden sich die Kosten pro Ohr meist deutlich. Ausschlaggebend sind unter anderem die Anzahl der Hörkanäle, die Qualität der Geräuschunterdrückung oder zusätzliche Komfortfunktionen.

Preisklasse Privater Eigenanteil (pro Ohr) Typische Zusatzfunktionen
Mittelklasse ca. 500 € bis 1.200 € Besseres Sprachverstehen bei Hintergrundlärm (z.B. in Restaurants), teilweise bereits Akku-Technik statt Batterien.
Oberklasse ca. 1.200 € bis 1.800 € Direkte Bluetooth-Verbindung zum Smartphone oder Fernseher, sehr kleine Bauformen.
Premiumklasse ab 1.800 € bis 2.500 €+ Vollautomatische Anpassung an jede Umgebung, 360-Grad-Hören, modernste KI-Filterung.

Welche Ausstattung für Sie sinnvoll ist, hängt immer von Ihrem Hörverlust, Ihrem Alltag und Ihren persönlichen Ansprüchen ab. Bei Hörsysteme Schüren beraten wir Sie transparent zu allen Möglichkeiten und zeigen Ihnen, welche zusätzlichen Funktionen den Mehrpreis wirklich wert sind.

Wichtige Spartipps für Rentner

Gerade für Rentner lohnt es sich, die verschiedenen Möglichkeiten rund um Hörgerät und Kosten genau zu kennen. Mit den richtigen Informationen lassen sich häufig mehrere hundert Euro sparen.

Wartung und Reparaturen sind oft bereits enthalten

Im Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse ist immer auch eine Reparaturpauschale für sechs Jahre enthalten. Entscheiden Sie sich für ein zuzahlungsfreies Hörgerät, entstehen innerhalb dieses Zeitraums bei notwendigen Reparaturen in vielen Fällen keine zusätzlichen Kosten.

Bei höherwertigen Premiumgeräten kann es dagegen vorkommen, dass bestimmte Mehrkosten nicht vollständig übernommen werden. Darüber informieren wir Sie bei Hörsysteme Schüren selbstverständlich transparent im Voraus.

Private Kosten steuerlich absetzen

Wenn Sie für ein Hörgerät einen privaten Eigenanteil zahlen, können Sie diese Kosten unter Umständen steuerlich geltend machen. Für viele Rentner ist das über die Einkommensteuererklärung als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ möglich.

Dazu zählen häufig:

  • Eigenanteile für Hörgeräte
  • Zuzahlungen
  • Kosten für Zubehör oder Reparaturen

Im Zweifel kann sich eine Rückfrage beim Steuerberater oder beim Finanzamt lohnen.

Hörgeräte unbedingt im Alltag testen

Ein Hörgerät sollte nicht nur im Fachgeschäft überzeugen, sondern vor allem im täglichen Leben. Deshalb sollten Sie keine Entscheidung vorschnell treffen.

Jeder Hörakustiker ist verpflichtet, Ihnen Geräte zum Probetragen mit nach Hause zu geben. Nutzen Sie diese Möglichkeit unbedingt und testen Sie verschiedene Modelle in typischen Alltagssituationen, zum Beispiel beim Fernsehen, Spazierengehen oder bei Gesprächen mit Familie und Freunden.

Beispiel aus unserer Praxis

Herr Becker kam zu Hörsysteme Schüren, weil Gespräche mit der Familie zunehmend anstrengend wurden und das Fernsehen immer lauter eingestellt werden musste. Besonders in größeren Runden fiel es ihm schwer, Sprache klar zu verstehen.

Zunächst testete er ein modernes zuzahlungsfreies Hörgerät, das bereits viele wichtige Funktionen für den Alltag bot. Damit verbesserte sich das Sprachverstehen deutlich und die grundlegenden Anforderungen waren erfüllt.

Im direkten Vergleich probierte Herr Becker anschließend auch ein höherwertiges Modell aus der Premiumklasse. Dieses Hörgerät bot zusätzlichen Komfort in lauter Umgebung und sorgte bei Restaurantbesuchen oder Familienfeiern für entspannteres Hören.

Nach mehreren Tagen Probetragen entschied sich der Rentner bewusst für die Premiumlösung mit einem privaten Eigenanteil. Ausschlaggebend war für ihn das angenehmere Hören in Gesellschaft.

Genau deshalb legen wir bei Hörsysteme Schüren großen Wert darauf, dass Sie verschiedene Hörgeräte in Ruhe im Alltag testen können, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

FAQ

Für ältere Menschen eignen sich vor allem Hörgeräte, die einfach zu bedienen sind und im Alltag zuverlässig funktionieren. Viele Rentner legen Wert auf guten Sprachkomfort, eine unkomplizierte Handhabung und möglichst wenig Wartungsaufwand.

Welche Bauform und Technik sinnvoll sind, hängt jedoch immer vom individuellen Hörverlust und den persönlichen Gewohnheiten ab. Moderne Hörgeräte gibt es heute in sehr kleinen, nahezu unsichtbaren Varianten oder als besonders leicht bedienbare Modelle mit größeren Bedienelementen.

Bei Hörsysteme Schüren beraten wir Sie ausführlich und finden gemeinsam heraus, welches Hörgerät am besten zu Ihrem Alltag passt.

Akku-Hörgeräte werden bei Senioren immer beliebter, weil das tägliche Wechseln kleiner Batterien entfällt. Stattdessen wird das Hörgerät einfach über Nacht in eine Ladestation gelegt.

Gerade für Rentner mit eingeschränkter Feinmotorik kann das eine deutliche Erleichterung sein. Außerdem entstehen weniger laufende Kosten für Batterien.

Modelle mit Batterien haben jedoch ebenfalls Vorteile, etwa bei sehr langen Tragezeiten oder auf Reisen ohne Lademöglichkeit. Welche Lösung besser geeignet ist, hängt daher von Ihren persönlichen Anforderungen ab.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für neue Hörgeräte in der Regel alle sechs Jahre, sofern weiterhin eine medizinische Notwendigkeit besteht.

In bestimmten Fällen kann auch früher ein neues Hörgerät bewilligt werden, zum Beispiel wenn sich das Hörvermögen deutlich verändert oder das bestehende Gerät technisch nicht mehr ausreichend funktioniert.

Vor einer neuen Versorgung ist erneut eine Verordnung durch den HNO-Arzt erforderlich.

Eine pauschal beste Marke für Senioren gibt es nicht. Entscheidend ist weniger der Hersteller, sondern vielmehr, wie gut das Hörgerät zu Ihrem persönlichen Hörprofil und Ihrem Alltag passt.

Unterschiedliche Hersteller bieten verschiedene Schwerpunkte, etwa besonders natürliche Klangverarbeitung, einfache Bedienung oder moderne Smartphone-Funktionen.

Deshalb ist es wichtig, mehrere Hörgeräte ausführlich zu testen. Bei Hörsysteme Schüren unterstützen wir Sie dabei, ein Modell zu finden, das Ihren Hörbedürfnissen entspricht und gleichzeitig zu Ihren gewünschten Kosten passt.

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Hörakustiker in Schüren Geschäftsführung

Andrea Walla
(Fillialleitung)

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