Kurz und knapp
- Hochgradige Schwerhörigkeit bezeichnet einen starken Hörverlust zwischen 60 und 80 Dezibel, bei dem Sprache oft nur noch schwer verstanden wird.
- Typische Anzeichen sind eingeschränktes Sprachverstehen, häufiges Nachfragen und große Probleme bei Gesprächen in geräuschvoller Umgebung.
- Ursachen können unter anderem Lärmbelastung, Alterungsprozesse, genetische Faktoren oder Erkrankungen des Innenohrs sein.
- Zur Behandlung kommen vor allem leistungsstarke Hörgeräte zum Einsatz, in manchen Fällen kann auch ein Cochlea-Implantat sinnvoll sein.
- Eine frühzeitige Versorgung ist entscheidend, um die Kommunikationsfähigkeit zu erhalten und soziale Einschränkungen zu vermeiden.
Was ist eine hochgradige Schwerhörigkeit?

Eine hochgradige Schwerhörigkeit beschreibt einen starken Hörverlust, bei dem viele Geräusche des Alltags kaum oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Die Hörschwelle liegt dabei zwischen 60 und 80 Dezibel, was einem Hörverlust von etwa 60 bis 80 Prozent entspricht. Gespräche sind für Betroffene oft nur noch schwer verständlich, selbst wenn deutlich gesprochen wird. Besonders leise Töne und Zischlaute fehlen, wodurch Sprache unvollständig wirkt und das Verstehen zusätzlich erschwert wird.
Typisch für eine hochgradige Schwerhörigkeit sind deutliche Probleme bei Unterhaltungen, vor allem in geräuschvoller Umgebung. Auch alltägliche leise Geräusche werden häufig nicht mehr wahrgenommen. Dies kann dazu führen, dass Kommunikation anstrengend wird und sich Betroffene zunehmend zurückziehen. Umso wichtiger ist eine passende Versorgung, damit Sie aktiv am sozialen Leben teilnehmen können.
Die Ursachen einer hochgradigen Schwerhörigkeit sind vielfältig. Häufig spielen langjährige Lärmbelastung, natürliche Alterungsprozesse, genetische Faktoren oder Erkrankungen des Innenohrs eine Rolle. Unabhängig von der Ursache gibt es heute wirkungsvolle Möglichkeiten, das Hörvermögen deutlich zu verbessern.
In den meisten Fällen kommen leistungsstarke Hörgeräte zum Einsatz, insbesondere Hinter-dem-Ohr-Geräte, auch HdO-Geräte genannt. Diese verstärken gezielt die Frequenzen, die Sie nicht mehr gut hören, und unterstützen so das Sprachverstehen im Alltag. Wenn der Nutzen von Hörgeräten nicht ausreicht, können Cochlea-Implantate eine geeignete Lösung sein. Dabei handelt es sich um technische Systeme, die Teile der Funktion des Innenohrs übernehmen und so wieder ein besseres Hören ermöglichen.
Typische Anzeichen im Alltag
Eine hochgradige Schwerhörigkeit zeigt sich häufig durch mehrere typische Veränderungen im Höralltag. Diese entwickeln sich oft schleichend und werden zunächst nicht immer direkt erkannt.
Umso wichtiger ist es, auf bestimmte Anzeichen zu achten.
Stark eingeschränktes Sprachverstehen
Bei einer hochgradigen Schwerhörigkeit ist das Sprachverstehen deutlich reduziert. Sie hören zwar, dass gesprochen wird, können Inhalte jedoch oft nicht vollständig erfassen. Besonders leise Laute fehlen, wodurch Wörter unvollständig wirken.
Probleme bei Gesprächen in lauter Umgebung
Sobald mehrere Geräusche gleichzeitig auftreten, fällt es noch schwerer, Gesprächen zu folgen. Hintergrundgeräusche überlagern die Sprache, sodass selbst einfache Unterhaltungen schnell anstrengend werden.
Häufiges Nachfragen
Ein häufiges Nachfragen ist ein weiteres typisches Anzeichen für eine hochgradige Schwerhörigkeit. Inhalte werden nicht klar verstanden oder nur teilweise wahrgenommen, weshalb Gespräche öfter unterbrochen werden müssen.
Wahrnehmung von Geräuschen, aber fehlendes Sprachverständnis
Viele Betroffene berichten, dass sie Geräusche weiterhin hören, Sprache jedoch nicht mehr klar verstehen. Dieses Missverhältnis ist charakteristisch für eine hochgradige Schwerhörigkeit und erschwert die Kommunikation im Alltag deutlich.
Wenn Sie sich in diesen Punkten wiedererkennen, unterstützen wir von Hörsysteme Schüren Sie gerne dabei, Ihr Hörvermögen zu überprüfen und eine passende Lösung zu finden.
Behandlungsmöglichkeiten bei hochgradiger Schwerhörigkeit

Bei einer hochgradigen Schwerhörigkeit ist eine gezielte und individuell abgestimmte Versorgung entscheidend, um das Sprachverstehen im Alltag deutlich zu verbessern. Je nach Ausprägung des Hörverlusts und persönlichen Bedürfnissen kommen unterschiedliche Lösungen infrage.
Hörgeräteversorgung
In vielen Fällen ist die Versorgung mit Hörgeräten der erste und wichtigste Schritt. Moderne Systeme sind leistungsstark und speziell darauf ausgelegt, auch bei hochgradiger Schwerhörigkeit ein möglichst gutes Sprachverstehen zu ermöglichen.
Hinter-dem-Ohr (HdO) Hörgeräte
Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte, kurz HdO, sitzen hinter dem Ohr und leiten den Schall über einen Schlauch oder Hörer in den Gehörgang. Sie bieten besonders viel Verstärkungsleistung und sind daher häufig die erste Wahl bei einer hochgradigen Schwerhörigkeit.
Im-Ohr (IdO) Hörgeräte
Im-Ohr-Hörgeräte, auch IdO genannt, sitzen direkt im Gehörgang. Sie sind kleiner und unauffälliger, bieten jedoch in der Regel weniger Leistung als HdO-Geräte. Ob sie bei hochgradiger Schwerhörigkeit geeignet sind, hängt immer von der individuellen Hörsituation ab.
Individuelle Anpassung
Entscheidend für den Erfolg ist die genaue Anpassung der Hörgeräte. Dabei werden die Geräte exakt auf Ihr Hörvermögen und Ihre persönlichen Bedürfnisse eingestellt. Wir von Hörsysteme Schüren begleiten Sie Schritt für Schritt, damit Sie den bestmöglichen Nutzen aus Ihrer Versorgung ziehen.
Cochlea-Implantat (CI)
Wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichend helfen, kann ein Cochlea-Implantat, kurz CI, eine sinnvolle Alternative sein. Es handelt sich um ein medizinisch-technisches System, das die Funktion des Innenohrs teilweise übernimmt.
Funktionsweise
Ein Cochlea-Implantat wandelt Schall in elektrische Signale um und stimuliert damit direkt den Hörnerv. Dadurch können Geräusche und Sprache wieder wahrgenommen werden, auch wenn das Innenohr stark geschädigt ist.
Voraussetzungen für ein CI
Ein CI kommt in der Regel dann infrage, wenn mit herkömmlichen Hörgeräten kein ausreichendes Sprachverstehen mehr erreicht wird. Eine genaue medizinische Untersuchung klärt, ob diese Versorgung möglich ist.
Ablauf der Implantation
Die Implantation erfolgt im Rahmen eines operativen Eingriffs. Dabei wird das Implantat im Innenohr eingesetzt und mit einem äußeren Sprachprozessor kombiniert.
Nachsorge und Rehabilitation
Nach der Operation folgt eine intensive Anpassungs- und Trainingsphase. In dieser Zeit lernen Sie, die neuen Höreindrücke richtig zu verarbeiten. Eine enge Begleitung ist dabei besonders wichtig.
FAQ
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Andrea Walla
(Fillialleitung)
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