Kurz und knapp
- Die Innenohrschwerhörigkeit ist die häufigste Form des Hörverlusts und entsteht durch beschädigte oder fehlende Haarzellen in der Cochlea, was zu dauerhaft eingeschränktem Hörvermögen führt.
- Eine Heilung ist nicht möglich, aber moderne Hörgeräte oder Cochlea-Implantate können das Hören deutlich verbessern.
- Eine frühzeitige Diagnose und individuell angepasste Hörsysteme steigern die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, auch schon im Kindesalter.
Innenohrschwerhörigkeit: Was steckt dahinter?

Hören ist für viele von uns eine Selbstverständlichkeit, bis es nicht mehr so funktioniert wie gewohnt. Die häufigste Form ist die sogenannte Innenohrschwerhörigkeit, auch bekannt als Schallempfindungsschwerhörigkeit.
Diese Art des Hörverlusts betrifft das Innenohr und ist in der Regel dauerhaft. Je nach Ausprägung kann sie dazu führen, dass alltägliche Geräusche wie Gespräche oder Verkehrsgeräusche nur noch schwer oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Eine Innenohrschwerhörigkeit beeinträchtigt dabei nicht nur das Hören an sich, sondern wirkt sich auch auf das soziale Leben, den Beruf und das allgemeine Wohlbefinden aus.
Im Innenohr befindet sich die sogenannte Cochlea, ein schneckenförmiges Organ, das mit tausenden winziger Haarzellen ausgestattet ist. Diese Haarzellen haben die Aufgabe, akustische Signale in elektrische Impulse umzuwandeln, die dann an das Gehirn weitergeleitet werden. Bei einer Innenohrschwerhörigkeit sind einige dieser Haarzellen beschädigt oder gar nicht mehr vorhanden.
Das bedeutet: Der Schall erreicht das Gehirn nicht mehr vollständig, was zu einem eingeschränkten Hörvermögen führt.
Wie stark die Innenohrschwerhörigkeit ausgeprägt ist, hängt davon ab, wie viele dieser Haarzellen betroffen sind. Der Hörverlust kann von leicht bis schwer reichen, in manchen Fällen sogar bis zur vollständigen Taubheit.
Wie macht sich eine Innenohrschwerhörigkeit bemerkbar?
Eine Innenohrschwerhörigkeit entwickelt sich meist schleichend, und wird daher oft erst spät erkannt. Viele Betroffene bemerken zunächst, dass sie bestimmte Umgebungsgeräusche nicht mehr so deutlich wahrnehmen wie früher. Das Rauschen des Windes, das Ticken einer Uhr oder leises Vogelgezwitscher, all das kann leiser oder gar unhörbar werden.
Typisch ist auch ein nachlassendes Sprachverständnis. Gespräche in größeren Gruppen oder in lauter Umgebung werden zunehmend anstrengend, Worte wirken verschwommen oder unklar. Einige Menschen berichten zusätzlich von störenden Ohrgeräuschen, wie etwa einem dauerhaften Piepen oder Summen. Diese sogenannten Tinnitus-Symptome können ebenfalls mit einer Innenohrschwerhörigkeit einhergehen.
Weil die Schallempfindungsschwerhörigkeit häufig schrittweise voranschreitet, wird sie von vielen erst dann ernst genommen, wenn die Einschränkungen im Alltag nicht mehr zu übersehen sind. Dabei ist es besonders wichtig, schon bei den ersten Anzeichen ärztlichen Rat einzuholen.
Je früher eine Innenohrschwerhörigkeit erkannt wird, desto besser lässt sich der Hörverlust mit modernen Hörsystemen ausgleichen. Wir von Hörsysteme Schüren unterstützen Sie gerne bei den nächsten Schritten, von der ersten Höranalyse bis hin zur Auswahl und Anpassung passender Hörgeräte.
Was führt zu Innenohrschwerhörigkeit?
Die Gründe für eine Innenohrschwerhörigkeit sind vielfältig. In vielen Fällen ist der Hörverlust altersbedingt: Ab etwa dem 50. Lebensjahr kann sich die Schallempfindung im Innenohr langsam verschlechtern. Doch auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.
Zu den möglichen Ursachen zählen unter anderem:
Unabhängig von der Ursache ist es entscheidend, die Symptome ernst zu nehmen und frühzeitig zu handeln. Denn eine rechtzeitige Diagnose eröffnet die Möglichkeit, mit einem individuell angepassten Hörsystem gegenzusteuern.
Diagnoseverfahren zur Erkennung einer Innenohrschwerhörigkeit
Wenn erste Anzeichen einer Innenohrschwerhörigkeit auftreten, sollte schnell gehandelt werden. Der erste Schritt ist ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Nur er kann eine genaue Diagnose stellen und den Grad des Hörverlusts ermitteln.
Zu Beginn der Untersuchung erfolgt eine gründliche Begutachtung des Ohrs mithilfe eines Otoskops. So lassen sich äußere Ursachen wie Verletzungen am Trommelfell oder ein Ohrenschmalzpfropf ausschließen. Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschlossen sind, folgt die Überprüfung des eigentlichen Hörvermögens.
Ein zentrales Element der Diagnostik ist der Hörtest. Dabei kommen sowohl objektive als auch subjektive Messverfahren zum Einsatz. Aus den Ergebnissen erstellt der Arzt ein sogenanntes Audiogramm, eine grafische Darstellung des Hörvermögens, mit der sich der Schweregrad der Innenohrschwerhörigkeit genau ablesen lässt.
Objektive Verfahren funktionieren unabhängig von der Rückmeldung des Patienten. Sie eignen sich daher für alle Altersgruppen, selbst für Säuglinge oder Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Subjektive Audiometrien hingegen setzen die aktive Mitarbeit der getesteten Person voraus, zum Beispiel durch das Drücken eines Knopfs beim Hören eines Tons.
Dank moderner Messtechnik und Erfahrung lässt sich eine Innenohrschwerhörigkeit heute zuverlässig erkennen. Wir von Hörsysteme Schüren arbeiten eng mit HNO-Ärzten zusammen und begleiten Sie bei jedem Schritt, von der ersten Vermutung bis hin zur optimalen Versorgung.
Wie lässt sich Innenohrschwerhörigkeit therapieren?

Eine Innenohrschwerhörigkeit ist dauerhaft, denn einmal beschädigte Haarsinneszellen im Innenohr lassen sich nicht wiederherstellen. Weder Medikamente noch Operationen können diesen Hörverlust rückgängig machen.
Doch die gute Nachricht ist: Mit modernen Hörgeräten lässt sich die Hörfähigkeit wirkungsvoll ausgleichen.
Hörgeräte sind heute kleine technische Wunderwerke, die individuell auf Ihr Hörprofil abgestimmt werden. Ziel ist es, Sprache wieder verständlich zu machen und Alltagsgeräusche besser wahrnehmen zu können. Für viele Betroffene bedeutet das eine enorme Steigerung der Lebensqualität.
Bei Hörsysteme Schüren in Dortmund legen wir großen Wert auf eine ausführliche Testphase. Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Modelle in Ihrem Alltag zu erproben, in ruhiger Umgebung, beim Einkaufen, im Gespräch mit Freunden. Dabei empfehlen wir, Ihre Eindrücke schriftlich festzuhalten. So finden wir gemeinsam das Hörsystem, das am besten zu Ihnen passt.
Wichtig ist auch die Passform:
Ob Hinter-dem-Ohr-Gerät oder Im-Ohr-Modell, Ihr Hörgerät sollte angenehm sitzen und optimal funktionieren. In der Regel begleiten Sie Ihre Hörsysteme über viele Jahre. Erst nach sechs Jahren übernehmen die Krankenkassen wieder eine Bezuschussung für neue Geräte.
Innenohrschwerhörigkeit im Kindesalter
Auch Kinder können von einer Innenohrschwerhörigkeit betroffen sein, tatsächlich zählt sie zu den häufigsten Formen von Hörminderungen im Kindesalter. Dabei kann der Hörverlust bereits bei der Geburt vorhanden sein oder sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre entwickeln.
Die Ursachen sind vielfältig:
Neben genetischen Faktoren und Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt (prä- und perinatal) spielen auch bestimmte Kinderkrankheiten eine Rolle. Infektionen wie Mumps, Masern oder Röteln können das empfindliche Innenohr dauerhaft schädigen.
Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend. Denn gutes Hören ist die Grundlage für den Spracherwerb, die soziale Entwicklung und den schulischen Erfolg. Bei ersten Anzeichen wie verzögerter Sprachentwicklung oder ausbleibenden Reaktionen auf Geräusche sollte schnell gehandelt werden.
Wir empfehlen Ihnen, bei einem entsprechenden Verdacht umgehend unsere Pädakustiker aufzusuchen. Je früher eine Innenohrschwerhörigkeit erkannt und versorgt wird, desto besser lassen sich mögliche Entwicklungsverzögerungen vermeiden.
Wie hilft ein Cochlea-Implantat?
Eine Innenohrschwerhörigkeit lässt sich nicht heilen, denn geschädigte oder fehlende Haarzellen im Innenohr können nicht ersetzt werden. Doch moderne Hörhilfen wie Hörgeräte und Cochlea-Implantate bieten vielen Betroffenen eine spürbare Verbesserung im Alltag.
Gerade dann, wenn konventionelle Hörgeräte nicht mehr ausreichen, kann ein Cochlea-Implantat eine sinnvolle Alternative sein. Dieses spezielle System übernimmt die Funktion der nicht mehr intakten Haarzellen und ermöglicht so wieder ein Hörerlebnis, auch bei sehr starkem Hörverlust oder Taubheit.
Das Cochlea-Implantat besteht aus zwei Komponenten: einem äußeren Audioprozessor und einem inneren Implantat. Der Prozessor nimmt Geräusche auf und wandelt sie in elektrische Signale um. Diese werden über die Haut an das Implantat im Inneren des Kopfes weitergegeben. Dort stimuliert ein feiner Elektrodenträger direkt den Hörnerv, der die Informationen an das Gehirn weiterleitet. So entsteht der Höreindruck, ganz ohne funktionierende Haarzellen.
Damit das Gehirn diese neuen Höreindrücke richtig verarbeiten kann, ist eine gezielte Rehabilitation erforderlich. Diese Trainingsphase hilft dabei, die neuen Signale korrekt zu interpretieren und das Cochlea-Implantat optimal zu nutzen.
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Andrea Walla
(Fillialleitung)
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